2006 - 06 - 08-12 St. Petersburg
Bei strahlendem Wetter konnten wir vier Tage in St. Petersburg verbringen. Es ist die Zeit der weissen Nächte, es herrscht also Hochsaison. Dennoch hatten wir Glück und konnten vergleichsweise günstig in einem 3*-Hotel hausen, dem Zentrum sehr nahe gelegen. Wir reisten in einem Nachtzug, exakt 8 Stunden dauert der Trip von Moskau nach St. Petersburg. Für ein paar extra-Rubel hatten wir sogar eine Zweier-Kabine (eigentlich die Mitarbeiterkabine), und es dauerte auch nicht lange, da waren unsere ursprünglichen Plätze auch schon weiterverkauft. Alles inoffiziell, versteht sich! ;)
Gegründet wurde St. Petersburg durch Peter den Grossen im Jahre 1703. Anscheinend war dies eine absolute Schnappsidee (vielleicht war er wieder einmal betrunken, als er auf die Idee gekommen ist), denn der Untergrund der Stadt ist höchst ungeeignet, war es doch ursprünglich Sumpfgebiet. Dies ist auch der Grund, wieso die Metro heute so tief unter der Erde angelegt ist. Die Stadt wurde immer wieder von Überschwemmungen heimgesucht. Rund 2 Millionen Arbeiter mussten für die Erbauung der Stadt ihr Leben lassen.
Peter der Grosse war der erste Zarr, der durch Europa gereist ist. Seine Vision war es, eine Stadt zu kreieren, die prunkvoller als alles andere, was er bis anhin gesehen hatte, daher kommt. So kommt es, dass man viele Dinge in St. Petersburg vorfindet, die nach einem Vorbild einer anderen Stadt gebaut wurden. So zum Beispiel die Kanäle, die Peter in Amsterdam gesehen hatte. St. Petersburg wird manchmal auch als russisches Venedig bezeichnet.
In St. Petersburg gab es so viele tolle Eindrücke, sodass ich im Folgenden die Bildergallerien in mehrere Einträge unterteilt habe. Wir waren höchst aktiv, haben jeden Tag mindestens zwei Sehenswürdigkeiten besucht und sind sehr viel marschiert. Dementsprechend waren wir Abends jeweils todmüde...
2006 - 06 - 08-12 St. Petersburg: Bootsfahrt
Der erste Ausflug war eine Bootsfahrt durch die Kanäle von St. Petersburg. Dies hat uns so gut gefallen, sodass wir dies am letzten Tag wiederholten! Dies ist sehr empfehlenswert, man kommt auf dem Wasserweg an vielen verschiedenen Sehenswürdigkeiten vorbei und bekommt rasch einen ersten Eindruck.
2006 - 06 - 08-12 St. Petersburg: Eremitage (Winterpalast)
Die Eremitage in St. Petersburg ist wohl beinahe schon etwas wie die Louvre in Paris. Auf alle Fälle gehört sie zu den bedeutensten Kunstsammlungen der Welt. Ich persönlich empfand den Besuch dort viel spannender als im Louvre, denn neben Kunst und Skulpturen werden auch komplette Inneneinrichtungen, so wie sie im 18. Jahrhundert von den Zarren benutzt wurden, ausgestellt. Höchst eindrücklich und riesengross! Zudem hatten wir Glück: keine 10 Minuten dauerte es, bis wir die Eingangskontrolle passierten. An manchen Tagen reicht die Menschenschlange bis weit auf den Platz hinaus.
2006 - 06 - 08-12 St. Petersburg: Sommerresidenz Peter des Grossen
Die Sommerresidenz, eigentlich ein riesiger Park, ist knapp eine Autostunde von der Stadt gelegen - für diesen Tripp buchten wir eine organisierte Führung. Ich für meinen Teil bin gar kein Fan von grossen Menschengruppen, die einem Guide hinterherrennen, aber manchmal vereinfacht es doch einiges, wie eben die Hin- und Rückreise.
Die Sommerresidenz liess Peter der Grosse nach dem Vorbild von Versailles bauen.
Der Park ist gezeichnet durch unzählige Brunnen und Fontänen, wie ihr aus den folgenden Bildern entnehmen könnt!
2006 - 06 - 08-12 St. Petersburg: Isaakskathedrale (Исаакиевский собор)
In St. Petersburg gibt es diverse eindrückliche Kathedralen und Kirchen zu besuchen. Eine davon, die wir besuchten, war die Isaakskathedrale. Mit ihrer Höhe von 101,5m gehört sie wohl zu den grössten sakralen Kuppelbauten der Welt.
Wir haben sie auf dem Kuppeldach besucht - von dort gibt es einen schönen Überblich auf den Isaaksplatz und Teile der Stadt. Anschliessend hatten wir jedoch versäumt, die Kirche von Innen zu besuchen. Schade, dies sei sehr eindrücklich. Vielleicht beim nächsten mal :)
2006 - 06 - 08-12 St. Petersburg: Verschiedenes
Hier präsentiere ich noch einige unsortierte Bilder von verschiedenen Plätzen und Zeitpunkten während unseres Aufenthalts!
2006 - 06 - 01 Kreml
Ein Besuch im ehrwürdigen Kreml darf natürlich nicht fehlen. Dazu benötigte es allerdings zwei Anläufe. Beim ersten mal war ich - ganz zum Verdruss von Elena - nicht in der Laune, mich in die Menschenschlange zu stellen. Beim zweiten Versuch waren wir dann aber zeitig vor Ort, sodass wir innerhalb einer halben Stunde die Rucksackkontrolle (schon fast schlimmer als am Flughafen) passieren konnten.
Nun, was interessant zu wissen ist: Die Mauern des Kremls wurden mehrmals neu erbaut, da sie durch die Polen, und später durch Napoleon zerstört wurden. Was ich nicht wusste: sie waren einmal weiss.
2006 - 05 - 25 Moskauer Stadtkrähen
Ich wollte schon eine ganze Weile ein paar Worte über diese vorwitzigen Stadtbewohner schreiben, doch hatte ich bis anhin noch kein Bild schiessen können. Letzteres ist mir kürzlich endlich gelungen.
Diese Krähenart hat sich bestens an das emsige, nervernaufreibende Stadtleben angepasst. Und im Gegensatz zu unseren schweizer Krähen sind sie äusserst zutraulich. Dieses Bild habe ich aus einer Distanz von zwei Metern geschossen. Manchmal betteln sie sogar, ganz nach Tauben-Manier! Man geht keine 100 Meter, und schon trifft man sie an: im Gras, auf Geländern, oder direkt auf der Strasse. Manchmal werde ich sogar von einer Krähe auf dem Balkon besucht - sie läuft frech auf dem Geländer hin und her und schaut neugierig zu mir ins Büro.
Per Zufall habe ich noch eine sehr schöne
Anektote zur Krähenplage im Kreml gefunden. Wie klever die Tiere sind, und wie man sie heute dort bekämpft, das müsst ihr umbedingt lesen!
2006 - 05 - 20 Schulparty
Die Schule, an der Elena als Russisch-Lehrerin angestellt ist, veranstaltet alle 6 Monate für alle Angestellten eine Party. Ich hatte die Ehre, an dieser Party teilnehmen zu dürfen.
Die Schule besitzt 2 Autostunden östlich ein grosses Grundstück mit Lagerhaus. Dieses erreichten wir mit 3 vollbesetzten Cars. Es herrschte zu Beginn leider ziemliches Hundewetter, dies tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Einmal angekommen, wurde zuerst mal richtig losgetafelt - feinstes Shashlik, Salate, frisches Gemüse, Bier, Wodka... an russischen Parties fehlt es nie an etwas.
Selbst eine Karaoke-Bar wurde organisiert - die Mädels gaben da ihre Lieblingslieder zum besten. Etwas tolles sind auch immer die Spiele, die an russischen Parties organisiert werden - am besten, ihr schaut einfach 'mal in die Foto-Ecke rein...
2006 - 05 - 17 Kriegsmuseum
Das Kriegsmuseum widmet sich voll und ganz der Rolle von Russland im zweiten Weltkrieg. Interessierte finden das Museum im Siegespark (siehe Eintrag 'Der Siegespark', weiter unten) - leider sind meine Geschichtskenntnisse von höchst schwacher Natur, so oder so kann ich einen Besuch wärmstens Empfehlen. Aber Achtung: die Ausstellung ist riesig, es ist fast unmöglich, sich alles im Detail beim ersten Besuch zu Gemüte zu führen. Riesige Panoramen, Kunstgalerien, hunderte von Kriegsgegenständen...
2006 - 05 - 15 Kuriositäten: Heizungssystem
Hier möchte ich 'mal ein paar Worte über das Heizungssystems Moskaus verlieren. Während des Kommunismus wurde beschlossen, dass warmes Wasser jedermanns Sache sein soll. Und das ist heute noch so. Praktisch alle Haushalte in Moskau werden gratis mit heissem Wasser versorgt - einerseits für die Heizung, andererseits für den täglichen Gebrauch (da ist zwar eine monatliche Gebühr fällig, allerdings unabhängig davon, wieviel man verbraucht).
Eigentlich eine feine Sache. Aber sie bringt auch ein paar Leiden mit sich. Irgendwann im Frühling, abhängig von den Temperaturen, wird die Heizung abgestellt. Gibt es eine nächste Kältephase, bleibt die Heizung 'still'. Des weiteren werden einmal pro Jahr, meist im Juni, Wartungsarbeiten an der Zentralversorgung durchgeführt, sodass es für 2 - 3 Wochen überhaupt kein Warmwasser mehr gibt. Da muss man auf die Zähne beissen und kalt duschen (ich hab's noch vor mir ;)
Etwas ähnlich bemerkenswertes sind die Heizungsrohr-Verlegungen in den Häusern selbst. Ich glaube, vor 20 - 30 Jahren hat man noch nicht viel über Ökonomie nachgedacht, man hat einfach 'mal drauflosgebaut. Das Heizungswasser fliesst von Wohnung zu Wohnung, es gibt häufig keine zentrale Leitung, die die Wohnungen einzeln versorgen würde. Das hat zur Folge, dass die Radiatoren keinen Regelhahn besitzen, denn ansonsten würde man die Wasserzirkulation im ganzen Haus unterbrechen. Ergo: wenn es draussen warm wird, reissen alle die Fenster auf, weil man die Heizung nicht abstellen kann. Das nenn ich ökonomischen Umgang mit Energien! :)
2006 - 05 - 14 GUM (Государственный Универсальный Магазин)
Das grösste Kaufhaus Russland, und auch eines der grössten der Welt, liegt im Zentrum, direkt am roten Platz. Erbaut wurde es Ende des 19. Jahrhunderts im Auftrag des Zarren.
Die Geschäfte orientieren sich eher an der zahlungskräftigen Kundschaft, ich habe mich also zurückgehalten beim shoppen :)
Eigentlich wollten wir Lenin besuchen und schauen, ob er immer noch frisch und jung dreinschaut, aber die Stätte war gerade geschlossen. Vermutlich wurde er für Restaurationszwecke kurz geweckt, wieder 'mal den Hals waschen o.ä. Dinge :)
Hier noch ein paar wenige Bilder des Kaufhauses:
2006 - 05 - 11 Märkte
Bei der Metrostation 'Universität' (rote Linie, 20 Minuten davon entfernt liegt unsere Wohnung) gibt es unmittelbar einen typischen, kleinen Markt. Es lohnt sich immer, Fleisch, Fisch, Früchte und Gemüse da zu besorgen, denn die Ware ist sehr frisch und häufig deutlich günster als im Supermarkt.
Als Bildli-Knippser wurde ich da ganz unterschiedlich registriert - die Einen mögen es, die Anderen verwerfen die Hände. Auf alle Fälle scheinen die Russen es kaum zu verstehen, was es da bei so etwas alltäglichem zu knippsen gibt...
Leider muss vermutlich auch dieser kleine Markt im Zuge der Kommerzialisierung schon bald einem Warenhaus weichen - hoffen wir, dass er noch möglichst lange Bestand hat.
2006 - 05 - 08 Der Siegespark (Парк победы)
In Moskau gibt es viele Pärke. Der Siegespark ist bisher der schönste und wohl gepflegteste Park, den ich bisher gesehen habe. Der 'Sieg' bezieht sich dabei auf den zweiten Weltkrieg, und die Erbauung wurde 1995, rechtzeitig zum 50. Geburtstages vom Ende des Krieges, beendet. Bezeichnend sind die blutroten Wasserfontänen, die grossen Alleen und das riesige Kriegsmuseum, dass ich später noch besuchen möchte.
Interessant war auch die Rückreise. Da der Bus nicht mehr zu verkehren schien, entschieden wir uns für einen Autostopp (was sehr typisch ist in Moskau). Und so bekam ich zum ersten mal in meinem Leben einen getunten Lada zu Gesicht - von aussen eben typisch Lada, aber innen war der mit allen möglichen Schickanen aufgemotzt: leuchtende Anzeigen überall, und eine Anlage, dass es uns beinahe die Trommelfelle zu den Gehörgängen hinausblies... Elena war da hart: "Entweder du schaltest leiser, oder wir steigen aus!" :-)
2006 - 05 - 03 Das Neujungfrauenkloster (Новодевичий монастырь)
Ein Besuch im Jungfrauenkloster ist zu empfehlen. Gegründet wurde es im 16. Jahrhundert. Viele Gebäude wurden aber erst im 17. Jahrhundert hinzugefügt, als die Schwester Sofia des Zaren Peter regierte und das Kloster als 2. Residenz benutzte.
Prägend sind die hohen, massiven Klostermauern und der Glockenturm, ganz im Moskauer Barok-Stil erbaut. Wie immer auch dazu einige Impressionen, have fun!
2006 - 04 - 30 All-Russian Exhibition Centre (VVTs)
Dieser Park wurde 1939 eröffnet und galt als Ausstellung für die nationalen Errungenschaften in Wissenschaft, Ökonomie und Technologie (ehemals Exhibition of Economic Achievements of the USSR (VDNKh)). Dabei ging es natürlich auch darum, gegen Aussen Wissen, Reichtum und Stärke zu präsentieren und von der Armut des Landes abzulenken.
1991 wurden im Zuge der Auflösung der sowjetischen Union die Pavions privatisiert. Leider - denn die grossartigen Gebäude dienen heute beinahe ausschliesslich als Dächer für massenweise Shops, welche Kleider, Elektronik und Souvenirs verschachern. Somit stehen sie in jüngster Zeit nur noch im Schatten derer selbst...
Heute ist der Park zu einem Massen-Rummelplatz verkommen und hat mir deshalb persönlich nicht sonderlich gefallen. Die schönen Gebäude und Brunnen sind aber auf alle Fälle besuchenswert.
Es wird aber nicht sonderlich viel dafür getan, dass man sich ein Wiederbesuch wünschen würde. Die Preise sind z.T. exorbitant - zwei Shashlik mit 2 Salaten (ich hätte es eher Gemüsegarnitur genannt), bisschen Tee, garniert mit Plastikgeschirr, haben ca. 75 Fr. verschlungen. Moskau ist teuer, aber dies empfand selbst Elena als Frechheit.
Selbst beim Riesenrad hätten wir noch eine Spezialbewilligung berappen sollen (so hat es der Mann am Drehkreuz genannt), um Fotos aus der Kabine schiessen zu dürfen. Wohlverstanden, wir haben extra Tickets für eine offene Kabine gekauft, welche so schon teurer waren. Zum Glück hat Elena die Kamera im Vornherein in der Jackentasche versteckt... ;)
2006 - 04 - 26 Rundgang 1
Das Zentrum in Moskau eignet sich hervorragend, um einfach 'mal drauflos zu marschieren. Eigentlich wollte ich einen Rundgang machen und einen der inneren Ringe bewandern, da aber alles ein bisschen weitläufiger ist als Lenzburg, musste ich mein Unterfangen irgendwann erschöpft abbrechen, und den zweiten Teil auf einen anderen Tag verschieben.
Dabei sind in erster Linie einige nette Bilder entstanden, seht selbst!
2006 - 04 - 23 Kultur-Park
Der Titel dieses Eintrags ist ein bisschen irreführend, denn der Kultur-Park hat viel eher etwas mit Unterhaltung denn mit Kultur gemein. Wieso dass dieser Park dennoch so benannt ist, weiss ich nicht. Übrigens, 'The Scorpions' singen über diesen Park in 'Wind of Change' in den ersten beiden Zeilen: "I Follow the Moskva, Down to Gorky Park [...]".
Die gleichnamige Metro-Station liegt auf der roten Linie, die Fläche des Parkes ist recht gross. Da gibt es Chilbi, jede Menge Schiessbuden und viel viel Schaschlik... :)
2006 - 04 - 20 Christ-Erlöser-Kathedrale (Храм Христа Спасителя)
Heute stand der Besuch der grössten Kirche, die Christ-Erlöser-Kathedrale, auf dem Programm. Die Geschichte dieser einzigartigen Kirche ist bemerkenswert. Erbaut wurde sie 1839 (allerdings wurde der Bau erst knapp 50 Jahre später abgeschlossen).
Später, unter der Herrschaft Stalins, wurde das Bauwerk 1931 in Schutt und Asche gelegt. Nach seinem Wunsch hätte an dieser Stelle ein Sowjetpalast entstehen sollen. Da sich das Fundament für dieses Vorhaben nicht eignete, wurde eine Badeanstalt errichtet (auch eine nette Alternative, oder? ;) Übrigens: während der sowjetischen Zeit wurden ungefähr 60% aller Kirchen zerstört). Knapp 60 Jahre später, im Jahre 1990, wurde unter riesigem finanziellem Aufwand die Kirche originalgetreu wieder hergerichtet. Die dafür benötigten 200 Mio. US - Dollar stammten grösstenteils aus Spenden von Gläubigen.
2006 - 04 - 13 Business Center
Diesen Donnerstag machten wir einen Abstecher in das Business Center in Moskau. Darunter ist eigentlich viel eher eine riesige Baustelle zu verstehen. Als 'Spatenstich' sozusagen wurde im Jahre 2000 mit dem Millenium-Tower, welcher mit einer neuen Brücke über die Moskva erschlossen wird, begonnen. Ziel des ehrgeizigen Projektes ist die Erbauung eines 300 m hohen Wolkenkratzers, umgeben von etlichen kleineren Towern. Und somit besässe dann plötzlich auch Moskau eine charakteristische Skyline.
Das Business Center ist im übrigen bereits durch die brandneue Metrostation 'Business Center' erschlossen - diese Station wird vor allem durch eine moderne Bauweise geprägt - schöne Mosaike und Statuen, wie man sie in vielen Metrostationen der Ring-Linie vorfindet, sucht man vergebens...






Update: Der grösste Tower soll sogar die 600 m - Grenze sprengen, wie kürzlich im Radio berichtet wurde. Somit wäre dies angeblich der grösste Wolkenkratzer der Welt.
2006 - 04 - 10 Registration auf russisch
In Russland ist es ja so, dass man sich ein paar Tage nach Landeseintritt registrieren muss. Ich weiss nicht, ob es überhaupt ein anderes Land gibt, welches einen ähnlichen bürokratischen Auswuchs in Schwung zu halten vermag (dahinter winkt natürlich auch eine Menge Kohle & Korruption). Möchte man am Ende des Aufenthaltes durch die Grenzkontrolle schreiten, sollte man seine Registration mitdabei haben, sonst gibt es allenfalls Probleme.
Meine Wenigkeit residiert 'offiziell' im Hotel Ukraina, ein grosses, bedrohliches Gebäude und entspricht ganz der 'Stalin-Gotik':
2006 - 04 - 09 Russisches Gericht
Eigentlich weiss ich nicht sicher, ob es tatsächlich ein typisch russisches Gericht ist. Elena meint aber ja dazu. Zumindest ihre Grossmutter habe es bereits gekocht. Den Namen wisse sie dazu aber auch nicht, hmmm...
So oder so, es ist verblüffend einfach (perfekt für Kochmuffel wie mich) und äusserst lecker, dazu braucht es:

  • 4 Scheiben Weissbrot
  • 1.5 dl Milch
  • 4 Teelöffel Zucker
  • 2 Esslöffel Butter
Die Milch in eine Schale geben. Die Brotscheiben in die Milch 'hineintünckeln' (bin halt Schweizer und kenn mich mit Kochslang nicht so aus ;) .... Die Margarine bei mittlerem Feuer in einer Bratpfanne schmelzen, anschliessend die Brotscheiben auf jeder Seite ca. 5 Minuten goldbraun anbraten. Zucker nicht vergessen! (einfach darüber streuen :)







Update: Webdevil meint, dies sei eine Abwandlung der guten, alten "Fotzelschnitte"
2006 - 04 - 07 Erster Blog-Eintrag: Mein Büro
Nachdem ich sicher gelandet war und erst mal ein paar Tage mit meiner Freundin Elena verbringen durfte, wurde es Zeit, meinen kleinen Blog in Angriff zu nehmen. Nur war da noch das Problem, dass kein Internetanschluss existierte. Eigentlich gar kein Problem - flugs ein Telefon zum Provider (zum Glück hat das Elena bereits 3 Wochen vorher erledigt, sonst befände ich mich jetzt noch in der Warteschlange), und schon standen 2 Russen im blauen Tenü mit Betonbohrer und Netzwerkkabel vor der Türe.
"Watch your mobile" hat mir Elena gesagt. Das hab ich dann auch gemacht. 15 Minuten später war alles installiert und die ersten Mails abgerufen. Und ja, mein Handy war auch immer noch da. Den Link zum internen FTP-Verteiler des ISP, wo es so alles mögliche an Movies und Software gibt, kenn ich auch schon ;)
Und so sieht's an meinem neuen Arbeitsplatz aus: